Fotocredit: BENDEG

Auf Shopping-Tour beim Superbooth

iMusicians Empfehlungen für Einsteiger in Sachen elektronische Musik und modulare Synthesizer

SuperBooth SuperBooth ist eine der weltweit heißesten Messen für Synthesizer und elektronische Musik. Im vergangenen Mai lockte das Ereignis ins FEZ am Rande Berlins und füllte die Hallen mit Klängen und Elektro-Freaks. iMusician war bei dem dreitägigen Event vor Ort und tauchte tief in diese Welt ein, um mit den besten Tipps und Produkten zurückzukommen.
Im Folgenden ein kleiner Erfahrungsbericht:

Zuerst war da die Anreise. Besucher konnten gleich mit dem von SuperBooth organisierten Boot hinfahren, welches uns direkt ins FEZ brachte. Es herrschte strahlender Sonnenschein und das Getümmel am Ufer der Spree war einfach schön anzuschauen. Wir setzten uns hin, und es dauerte keine fünfzehn Minuten, da waren wir schon in ein Gespräch über Musikproduktion, Festivals und den Berliner Lifestyle verwickelt, mit Fred, einem Produzenten und DJ aus Frankreich.


Als die recht lange, aber angenehme Bootstour zu Ende war, gingen wir an Land und folgten der Menge bis in den Tempel der klanglichen Kostbarkeiten. Als wir die Eingangshalle betraten, wurden wir von einer regelrechten Klangwelle, welche durch die dicke Luft waberte, empfangen. Hunderte von überwiegend männlichen Gearheads, die sich an Maschinen vergnügten, waren bereits vor Ort. Die Stimmung war insgesamt sehr einladend und gelassen. An allen Ecken und Enden wurde die Aufmerksamkeit unserer Ohren und Augen erregt. Es gab schlichtweg Unmengen von Dingen, die wir ansehen, ausprobieren und anhören wollten, und mit diesem Gefühl waren wir definitiv nicht allein.

Nach einem recht intensiven ersten Rundgang legten wir draußen eine Pause ein, wo bereits viele Leute mit einem Getränk in der Sonne relaxten. Von der Atmosphäre her bot sich jedenfalls ein recht untypisches Bild für Handelsmessen. Neben uns saß Franck Guillois, Betreiber des französischen YouTube-Kanals “Les Sondiers”, welcher elektronische Musikinstrumente und Software vorstellt und Tutorials gibt.

Anders als andere Messen ist SuperBooth wirklich zugänglich und mit viel Herzblut. Was sie für mich von anderen abhebt, ist die freundliche, angenehme und menschliche Atmosphäre hier.” – so Franck.

SuperBooth ist eher eine Nischenmesse mit einem Schwerpunkt auf modularen Synthesizern, doch die ziemlich einzigartige Aufstellung lockt inzwischen auch Marken mit einem breiteren Angebot an, so wie Soundsystems, klassische Synthesizer, Controller oder Software. So mischen sich kleine wie größere Anbieter munter durcheinander. Für Franck ein Zeichen, dass hier relevante Dinge passieren – und man kann daran ganz einfach teilhaben. Besucher, Händler, Experten und Anfänger aus allen Generationen kommen hierher und sind eingeladen, ihr Wissen und ihre Leidenschaft miteinander zu teilen.

Beim SuperBooth wurde eine Vielzahl von Events angeboten. Tagsüber fanden verschiedene Workshops wie der „Synthesizer-Einsteigerworkshop für Frauen und nichtbinäre Leute“ oder „Live-Composing mit #INSTANTBONER“ statt, während abends die Bühne frei gemacht wurde für Live- und DJ-Sets von Acts wie den isländischen Pionieren GUS GUS, dem russischen Produzenten BAD ZU oder dem in Berlin lebenden unkonventionellen Komponisten ISLAJA.

In jedem Fall eine sehr lohnende und anregende Erfahrung, die uns wohl mit Inspiration für ein ganzes Jahr versorgt hat. SuperBooth lebe hoch!

Nächste Woche werden wir mit euch unsere Interviews mit Roland und Native Instruments teilen, bleibt dran!

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