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Crashkurs PR: Wie du dein eigener Pressesprecher wirst (Teil 2)

Im ersten Teil unseres Kurses zum Thema Public Relations haben wir uns die Grundlagen angeschaut, wie man eine Pressemeldung erstellt und sie den Medien anbietet (das nennt man „pitchen“). In Teil zwei betrachten wir die weiteren Schritte des Prozesses: nachhaken und deine Story in Umlauf bringen.

Mails verschickt, aber keine Antwort bekommen – was nun?

Du hast deine Story sorgsam aufgeschrieben und deine E-Mails an eine sorgfältig ausgewählte Gruppe von Journalisten versandt. Trotz hoher Erwartungen war der Rücklauf eher gering. Aber lass dich nicht entmutigen, denn das ist PR-Alltag, besonders, wenn du das erste Mal pitchst. Im Feld Public Relations geht es letztlich um den Aufbau langfristiger Beziehungen zu Journalisten. Und die schauen sich bevorzugt die Pitches von bereits bekannten Absendern an. Nicht zu vergessen: Sie haben jeden Tag dutzende, wenn nicht sogar hunderte E-Mails im Posteingang. Also muss deine Aufgabe sein, ihnen eine Story zu liefern, die ihre Aufmerksamkeit erregt.
Wenn du nach deinem ersten Pitch keine Antwort bekommst, ist deine nächste Aufgabe, nachzufragen. Dabei gilt es jedoch, gewisse Regeln zu beachten, um deiner Beziehung zu den Empfängern nicht zu schaden.

Die hohe Kunst des Nachfassens

Die generelle Faustregel besagt, dass du drei bis vier Tage nach deiner ersten Mail den Empfängern einen freundlichen Reminder schicken kannst. Nichtsdestotrotz solltest darin mehr stehen als nur die Frage, ob sie denn die erste Mail bekommen hätten. Der Trick besteht darin, ihnen noch etwas mehr anzubieten, etwa ein Interview oder vielleicht weitere Informationen zu einer anstehenden Tour. Wenn dein erster Dreh der Story ihre Aufmerksamkeit nicht erregt hat, versuche, ihnen weitere Informationen oder mehr Details zukommen zu lassen, welche ihr Interesse beim zweiten Versuch wecken könnten. Wenn es sich um deinen ersten Pitch bei ihnen handelt, wäre eine Möglichkeit, dich mit einem kurzen Anruf bei ihnen vorzustellen. Denk allerdings daran, dass die meisten Journalisten bevorzugt per E-Mail kommunizieren. Wenn du das Telefon einsetzen willst, dann tue das mit Vorsicht.

Grundregel: die Medienvertreter nicht bedrängen!

Die wichtigste Regel der PR-Branche: nicht zur Nervensäge werden! Mehrfaches Nachfassen und Anrufen ist absolut kontraproduktiv bei deinem Ziel und Vorhaben, mit den Journalisten ein gutes Verhältnis auf lange Sicht aufzubauen. Zeige stets Verständnis für ihre zeitlichen Einschränkungen und Deadlines. Halte deine E-Mails kurz und komm schnell zum Punkt. Wenn du nachhakst, mach das nicht öfter als ein, allerhöchstens zwei Mal, und dann lass es gut sein. Manchmal muss man auch seine Niederlage eingestehen. So wichtig die Story für dich auch ist, vielleicht ist sie für die schreibende Zunft und ihre Leserschaft nun mal nicht besonders relevant.

Erzähl eine gute Geschichte! Der Rest ergibt sich.

Der wichtigste Tipp für erfolgreiche PR-Arbeit lautet also, eine gute Geschichte anzubieten. Also trete mal einen Schritt zurück und versuche einen objektiven Blick darauf zu werfen: Was an meiner Geschichte hat das Zeug dazu, die Aufmerksamkeit der Medien und deren Publikum zu erlangen? Wenn es wirklich bemerkenswerte Neuigkeiten oder eine starke persönliche Story zu erzählen gibt, wird sich der Rest von selbst fügen. Viel Erfolg bei deinem Pitch!

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