Molotow Brass Orkestar mit ihrem neuen Album: „Schaubeschad!“

By 13 März 2015Allgemein

Molotow Brass Orkestar mit ihrem neuen Album: „Schaubeschad!“

„Am liebsten aber mischen sie sowieso alles zusammen.“ So beschreiben sich die fünf Blechbläser und die Schlagzeugerin selbst. Musikalisch machen sie eine erfolgreiche Gratwanderung zwischen Ska und der osteuropäischen Volksmusik. Heute erscheint ihr drittes Album. Wir haben ihnen einige Fragen zu ihren Erfahrungen gestellt.

Was streamingist euer Wunsch für das neue Album?

Da auf „Schaubeschad!“ fast ausschliesslich Eigenkompositionen zu hören sind, hoffen wir natürlich umso mehr, dass unsere Musik beim Publikum gut ankommt. Die Band hat sich in den gut 7 Jahren ihrer Existenz konstant weiterentwickelt und wir glauben, dass wir zur Zeit auf unserem bisher höchsten Niveau spielen. Das sollte auf dem Album zu hören sein.

Wie man auf euerer Webseite sehe kann habt ihr dieses Jahr schon einige Konzerte geplant. Wie wichtig ist es für euch als Musiker, dass ihr live spielt?

Die Live-Auftritte sind der Motor der Band! Das Molotow Brass Orkestar existiert, weil es regelmässig live spielt. Dies gilt wohl für alle Musiker. Man will die Leute unterhalten, und das geht am besten face to face. Das Schönste an den Live-Gigs ist die Stimmung, die zusammen mit dem Publikum entsteht.

Was ist eure Haupteinnahmequelle als Band: Online-Verkäufe, CD’s oder Live-Auftritte? Welche bevorzugt ihr? 

Live-Auftritte. In der Regel können wir nach jedem Gig mit einer Gage im Sack nach Hause. Eine CD-Produktion in der Grösse unseres neusten Werks wäre ohne Sponsoren, Gönner und Stiftungen undenkbar. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an all unsere Unterstützer!

Ihr stellt ja auch einiges von eurem Material auf YouTube. Welche Rolle spielt für euch YouTube bei der Promo?

YouTube ist heute das „Radio“ Nr. 1 weltweit. Es ist fast unverzichtbar, zumindest einen Teil seines Werks auf YouTube zugänglich zu haben. Wenn ich eine Band kennenlernen will, möchte ich mit dem Handy im Bett liegen und den Namen der Band eingeben. Wenn dann ganze Stücke auf YouTube erscheinen, umso praktischer! So faul sind wir…

Mit eurem Sound bewegt ihr euch zwischen Ska und Balkanmusik. Hilft es euch, dass ihr in einer Nische arbeiten könnt?

Es ist sicher ein Vorteil wenn man Musik macht, die etwas Einmaliges hat. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten, z.B. für Auftritte an Partys, die andere Bands nicht haben. Andererseits sprechen wir damit nicht die ganz grosse Masse an. Aber wir sorgen seit 2007 dafür, dass unsere Fanmasse immer grösser wird ;).

Ihr bedient euch normalerweise keiner Vocals. Denkt ihr, dass ihr so auch ein internationaleres Publikum ansprecht?

Unsere Musik orientierte sich ursprünglich an der instrumentalen Volksmusik des Balkans. Die Besetzung des Molotow Brass Orkestars (fünf Blechbläser und Schlagzeug) ist seit seiner Gründung fast identisch geblieben. Das ist unsere Welt, unsere Stärke. Wir singen zwar immer wieder diverse Passagen, aber in aller Regel ohne Text. Dadurch haben wir tatsächlich zahlreiche Fans aus Südosteuropa, wie natürlich auch aus unseren Breitengraden. Wir sind sicher sehr multikulti-tauglich. Auf „Schaubeschad!“ gibt es übrigens das erste Stück mit schweizerdeutschem Text zu hören, der Molotow Cocktail Song, gesungen von Mari, unserer Drummerin. Dieses Jahr testen wir mal, ob das in Deutschland auch so gut ankommt wie in der Schweiz.

Ihr habt eure Albumproduktion erfolgreich über Crowdfunding finanziert. Wie war diese Erfahrung für euch? Hattet ihr dafür auch einen Social-Media Plan?

Wir sind extrem dankbar und auch ein wenig überwältigt, dass das mit Crowdfunding geklappt hat! Insofern war es eine sehr schöne Erfahrung. Einen konkreten Social Media Plan hatten wir nicht, wichtig war jedoch der persönliche Kontakt zu unseren Unterstützern. Die meisten kennen uns oder einzelne von uns und fanden unser Projekt unterstützenswert. Und mit Donat Graven hatten wir glücklicherweise einen enorm wichtigen Co-Produzenten an unserer Seite.

Laut eurer Bio habt ihr euer erstes Album über ein Label veröffentlich, warum seid ihr jetzt selbständig unterwegs?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir ohne Label unabhängiger sind. Für diese Produktion war das der beste Weg für uns. In Zukunft sieht das vielleicht wieder anders aus, wir sind da nicht auf eine bestimmte Vorgehensweise fixiert.

Was können wir als nächstes von euch erwarten?

Gregor, der die meisten Stücke auf unserem neuen Album komponiert hat, ist bereits wieder am schreiben. Aber zuerst werden wir die Scheibe natürlich live präsentieren. Wir sind non-stop aktiv, zur Zeit läuft einiges. Live-Gigs sind schon viele in unserem Kalender, dort werden dieses Jahr natürlich auch die Stücke von „Schaubeschad!“ zu hören sein. Also: brassorkestar.ch anschauen, live-Termine notieren und dann ab die Post!

„Schaubeschad!“ bei iTunes kaufen.

Molotow Brass Orkestar auf YouTube

brassorkestar.ch