SoundCloud – das neue MySpace

SoundCloud – das neue MySpace

 

SoundCloud

Das Unternehmen SoundCloud kann seit der Gründung im Jahre 2007 auf eine steile Karriere zurückschauen. Innert kürzester Zeit hat sich die Berliner Firma um die Gründer Alexander Ljung und Eric Wahlforss zu DER Musikplattform entwickelt und damit seinen ehemaligen Konkurrenten MySpace komplett im Regen stehen lassen. Auch mit dem neusten Re-Launch konnte das Unternehmen MySpace nicht an seine glorreichen Zeiten anknüpfen.

„Wir haben einen Musik-Hintergrund, und die musikalische Zusammenarbeit mit anderen Leuten war einfach extrem nervig für uns – ich meine eine einfache Zusammenarbeit, einfach Stücke an Leute in einem privaten Umfeld schicken zu können, Feedback von ihnen zu bekommen, und ein Gespräch über dieses Musikstück zu führen. In der gleichen Weise wie wir Flickr für unsere Fotos und Vimeo für unsere Videos nutzen, hatten wir keine Plattform dieser Art für unsere Musik.“, so eines der Gründungsmitglieder von SoundCloud (Quelle: Wikipedia)

 

 

Was macht SoundCloud so einzigartig?

 

 1. Player mit Wellenformdarstellung

Freunde des guten alten Vinyls können sich noch daran erinnern, wie anhand der Rillen Abschnitte von Songs visuell erkennbar waren. Und in gewisser Weise überträgt dies SoundCloud graphisch auf wundervolle Weise in das Digitale Zeitalter. Dies macht den Player optisch zu einem der besten Player, den das Web jemals hervorgebracht hat. Dass man mit der Maus auch auf x-beliebige Punkte im Song springen kann, wird durch die Wellenformanzeige optimal begünstigt, und es macht einfach Spass, den SoundCloud-Player zu bedienen.

 

 2. Einzigartige Kommentarfunktion

Ein weiteres Highlight, welches seinesgleichen sucht, ist die Möglichkeit, unmittelbar im abgespielten Track (respektive in dessen Wellenform) Kommentare hinterlassen zu können. So kommentiert man nicht unbedingt einen ganzen Song, sondern auf Wunsch nur einzelne Stellen – oder man schreibt etwas zu einem bestehenden Kommentar. Und auch hier punktet SoundCloud nicht nur bezüglich Funktionalität, sondern auch auf graphischer Ebene. Ausserdem werden Kommentare durch Fotos und Links zu den jeweiligen Verfassern ergänzt.

 

 3. Ausführliche Meta Informationen

Jeder hochgeladene Titel kann mit reichlich Informationen gefüttert werden. So lassen sich einfach Label Copies inkludieren, Covers hochladen, Links zu Verkaufsshops und dazugehörigen Videos erstellen, Keywords verfassen, und zusätzlich lassen sich Genres hinzufügen, Angaben zu BPM, Labels, Katalognummern usw. – eine Fülle an wertvollen Informationen zu jedem einzelnen hochgeladenen Song.

 

4. SoundCloud DropBox

Nicht nur Künstler können ein SoundCloud-Profil anlegen, sondern auch Labels, Verlage, Managements usw. Jenen empfiehlt sich die „DropBox-Funktion“, die sich hervorragend dafür eignet, Demos zu erhalten. Wenn also ein Künstler einem bestimmten Label (oder Künstler, you name it) folgt, so kann er dem Empfänger via Soundcloud DropBox Tracks zusenden. Diese Funktion eignet sich auch für Radio-, Presse- oder DJ-Promo.

 

5. Spotlights und Gruppen

Wer seine Musik einem breiteren Publikum präsentieren möchte, der kann dies auch über sogenannte „Gruppen“ machen. Dazu dient die Funktion „Add to group“. Natürlich muss man zuvor den entsprechenden Gruppen beitreten. Wer möchte, der kann auch eigene Gruppen erstellen und entsprechend aktiv werden. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

 

6. Mobile Apps

Auch hier ist SoundCloud sowohl bei iOS und Android präsent. Leider fehlt bisher noch eine App für Windows Mobile Telefone (Nokia Lumia etc). Dafür brilliert die SoundCloud App umso mehr auf Android und iOS – vorallem auf Tablets bereitet die App grosse Freude. Praktisch sämtliche Funktionen stehen zur Verfügung, und es macht wirklich Spass, neue Musik zu entdecken, zu verwalten oder sogar hochzuladen! Denn der Record-Button bietet die Möglichkeiten, ganze Live-Aufnahmen, Sprache oder auch Samples direkt mit dem Mobilgerät aufzunehmen und in die Cloud hochzuladen. Zuhause können die Audioaufnahmen dann auf Wunsch bequem runtergeladen und weiter editiert werden.

 

7. API’s

Zahlreiche Webseiten, aber auch Software-Entwickler (bspw. von DAW’s, siehe dazu unsere Uebersicht hier) benutzen die SoundCloud-Schnittstelle zwecks Austausch von Audiodateien. So können bspw. Tracks direkt an Mastering-Studios übermittelt oder mobil aufgenommene Samples innerhalb einer Audio-Software editiert werden. Das Team von SoundCloud arbeitet überaus erfolgreich mit unzähligen Drittfirmen zusammen, und daher ist die Schnittstelle weit verbreitet.

 

8. Nicht nur für Musiker

SoundCloud ist mittlerweilen kein Geheimtipp mehr und beschränkt sich auch nicht auf einzelne Genres. Zudem wird der Service auch zusehends von Universitäten (Vorlesungen), Radio-Stationen, Comedians oder Presseorganen verwendet. Es ist einfach ein Faktum, dass SoundCloud in Sachen Audio im Internet zum absoluten Standard-Tool avanciert ist (so wie YouTube im Videosegment).

 

Fazit: Es lohnt sich definitiv, ein Profil bei SoundCloud anzulegen – und ein kostenloser Standard-Account reicht den meisten Musikern auch aus. Wer aber in den Genuss von allen Funktionen kommen will und auch mehr Serverplatz benötigt, dem empfehlen wir einen bezahlten Account (die Uebersicht findet Ihr hier). Was bei SoundCloud ebenfalls überaus cool ist: Euer Account berechnet sich nicht nach Speicherplatz, sondern nach genutzer Zeit! Sprich: Anstatt Mp3’s könnt Ihr auch hochaufgelöste Wave-Dateien uploaden, denn dann habt Ihr auch jederzeit Zugriff auf Eure Master-Files (quasi wie ein Backup).

Tipp: Selbst wenn die Track-Download-Funktion bei Euch deaktiviert ist, dann müsst Ihr Euch darüber im Klaren sein, dass komplett hochgeladene Full-Lenght-Titel durch zahlreiche Tools gerippt werden können (wie leider auch bei YouTube); man kann sich also überlegen, ob man stattdessen nicht gekürzte Fade-In/Fade-Out-Versionen hochladen möchte – aber diese Entscheidung überlassen wir Euch gerne selbst!

Link: Lest mehr über SoundCloud in diesem Artikel.